Als die Elektronik die Spielwelt eroberte
Das Spielen macht ja immer mehr Spaß, wenn man es zusammen mit anderen Menschen macht. Jedenfalls war das solange der Fall, bis Computerspiele erfunden wurden. Zwar kann man einige davon auch zu zweit spielen, doch in den meisten Fällen sitzt man allein vor dem PC, vor dem Fernseher oder an seiner Konsole. Das führt sogar so weit, dass sich Kinder verabreden, um gemeinsam PSP, Nintendo DS und wie sie alle heißen zu spielen, nur dass sie eigentlich nur nebeneinander sitzen und jeder sein eigenes Spiel spielt. Ganz schön verrückt, doch so sind nun mal die Zeiten.
Natürlich hat das auch seine Vorteile, denn dann sind die Kinder wenigstens beschäftigt auf der langen Reise zum Wellnessurlaub nach Polen und man kann sich aufs Autofahren konzentrieren oder im Zug mal in Ruhe die Zeitung lesen bzw. dahinter ein kleines Nickerchen halten. Erst wenn dann der Akku oder die Batterien leer sind, merkt man wieder, dass ja auch noch die Kinder da sind.
Da wird natürlich die Frage laut: Sind solche Computerspiele denn überhaupt gesund? Tragen sie zur geistigen und körperlichen Entwicklung des Kindes bei? Denn das sind ja die Dinge, die man von einem guten Spielzeug erwartet. Welche motorischen Fähigkeiten werden denn hier geübt? Mit Motorik sind nämlich bestimmte körperlichen Bewegungsabläufe gemeint und nicht etwa das Beherrschen von Motoren und Transformatoren.
Natürlich lieben alle Kinder diese Konsolenspiele, denn schließlich reden ja alle in der Schule davon, wie cool das ist. Doch sollte das Kind damit nicht seine ganze Freizeit verbringen, sondern auch andere Interessen und an anderen Dingen Freude haben, z. B. an Sport und Bewegung, am Basteln oder Verschönern ihrer Fensterdeko und Musizieren oder Singen. Dann ist ein Stündchen Fingersport am Computer oder an der Konsole durchaus als Abwechslung und zur Entspannung vertretbar.